HTL Bau und Design, Aufstockung
Hauptpreise 2026
HTL Bau und Design, Aufstockung
Standort Innsbruck, Tirol
Bauherr:in BIG Bundesimmobiliengesellschaft m. b. H., Wien/AT, www.big.at
Architektur ao-architekten, Innsbruck/AT, www.ao-architekten.com
Tragwerksplanung Alfred Brunnsteiner, Natters/AT, www.dibral.at
Holzbau Schmid Holzbau GmbH, Frankenburg/AT, www.schmid-baugruppe.at
Auszeichnungen Holzbaupreis Tirol 2023
Fertigstellung 2021
Die HTL für Bau und Design in Innsbruck ist eine konstruktiv, räumlich und funktional überzeugende Antwort auf eine relevante Fragestellung unserer Zeit: Wie können bestehende Bauten aufgestockt und aufgewertet werden?
Der Werkstoff Holz bringt hierfür viele Vorteile mit sich – vom geringen Gewicht über die kurze Bauzeit bis hin zum räumlichen und ästhetischen Mehrwert. All diese Vorteile haben die Architekten bei der Aufstockung der HTL in Innsbruck zu nutzen gewusst. Holz als Baumaterial war keine Vorgabe vom öffentlichen Auftraggeber, der Vorschlag der Architekten wurde aber konsequent mitgetragen.
Ein Schulbau aus den 1970er Jahren wurde mit einem eingeschossigen Holzhybridbau aufgestockt, um sieben zusätzliche Klassenräume und Flächen für offenes Lernen zu schaffen. Von außen hebt sich der Aufbau durch ein umlaufendes Fensterband und die dunkle Trapezblechfassade klar vom Bestand ab. Eine Attika aus Beton dient als Parapet und Sitzgelegenheit, bietet Schutz vor Brandüberschlag und erlaubt in Kombination mit den massiven Kernen und der weitgehend stützenfreien Dachkonstruktion aus Holz und Stahl eine freie Grundrissgestaltung im Obergeschoss. Das holzsichtige sheddachartige Konstruktion sorgt für eine gleichmäßige Belichtung und schafft in Kombination mit den Klassentrennwänden aus Brettsperrholz einen Lernort von hoher räumlicher und atmosphärischer Qualität, der eher Atelier- als Schulcharakter hat.
Das Projekt trägt ganz besonders zur Förderung und stärkeren Verwendung des Werkstoffs Holz bei. In den Räumen unter dem Dach darf immer der aktuelle Maturajahrgang lernen und sich aufhalten. Diese materiellen und räumlichen Erfahrungen nehmen die Schüler:innen dann ins Berufsleben mit.




